Mit der zweiten Tiefengeothermiedublette macht die AFK-Geothermie GmbH Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim unabhängiger von fossilem Erdgas.
Auch die zweite Dublette besteht – wie die erste – aus einer Förderbohrung und einer Reinjektionsbohrung.
Machen Sie mit uns eine „Reise in die Tiefe“. Wir nehmen Sie dorthin mit, wo die Energie unter uns zu finden ist.
Bald geht's los
Mitte November startet die zweite Bohrung.
Ab dann halten wir Sie hier wöchentlich auf dem Laufenden, Meter für Meter.
Generalunternehmer
Bohrplatzbau und Bohrung
Betreuer Bestandsbohrung |
Genehmigungs- und Ausschreibungsverfahren | Geologische Bohrbegleitung | Ausführungsplanung Bohrung
Bauleitung Bohrplatzbau
Tiefbau Bohrplatzvorbereitung
Archäologische Untersuchung
des Bohrplatzes
Sicherheits- und Gesundheitskoordination
Ökologische Baubegleitung | Landschaftspflegerischer Begleitplan mit artenschutzrechtlicher Würdigung
Finanziert durch die Europäische Union – NextGenerationEU. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind ausschließlich die des Autors / der Autoren und spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der Europäischen Union oder Europäischen Kommission wider. Weder die Europäische Union noch die Europäische Kommission können für sie verantwortlich gemacht werden.
Zum zweiten
Bohrprojekt
Die zweite Bohrung erreicht ca. 3.700 Bohrmeter. Weil sie nicht senkrecht in den Boden geführt wird, liegt ihr Endpunkt zwischen 2.600 und 2.700 Meter Tiefe. Ziel ist der Malm – die verkarstete Kalksteinschicht des Oberjura, in der das Thermalwasser mit ca. 85 °C für uns zu finden ist.
Die Bauarbeiten finden direkt an der bestehenden Energiezentrale in Aschheim statt. Die Arbeiten für den Bohrplatz haben bereits im August 2026 begonnen. Der Bohrturm wird Ende Oktober aufgestellt. Die eigentlichen Bohrarbeiten beginnen im November 2026 und sollen voraussichtlich bis März/April 2027 abgeschlossen sein.
Derzeit ist die Kapazität in der Wärmeerzeugung der AFK-Geothermie GmbH nahezu erschöpft. Aus diesem Grund wird 2026/2027 in eine zweite Tiefengeothermiedublette investiert, die wieder Raum für weitere Haus- und Gewerbeanschlüsse ermöglicht. Der geplante Netzausbau für die Jahre 2028 bis 2040 ist auf unserer Netzkarte abgebildet. Klicken Sie hierzu gerne auf die Schaltflächen (zukünftige Ausbaugebiete). Hier geht’s zur Netzkarte.
Zwei Bohrungen bedeuten mehr Versorgungssicherheit: Fällt eine Pumpe unerwartet aus, steht die andere bereit. Zugleich sinkt der Anteil an Erdgas deutlich, mit dem Mittel- und Spitzenlasten heute noch abgedeckt werden müssen. Künftig kommen bis zu 95 Prozent des Wärmebedarfs aus Geothermie. Das macht u.a. die Preisentwicklung für den Arbeitspreis (AP) unabhängiger von Gas- und Ölpreisen und drückt die Emissionen auf 61 g CO₂ je Kilowattstunde.
Nein, gebohrt wird zwar rund um die Uhr, da der Bohrplatz jedoch an der bestehenden Energiezentrale und damit weit entfernt von der Wohnbebauung steht, ist mit keinen Einschränkungen zu rechnen. Zusätzlich aufgestellte Schallschutzwände schirmen die Anlage ab.
Grundwasser:
Die AFK-Geothermie GmbH nutzt Thermalwasser aus mehreren Kilometern Tiefe, weit unterhalb der Schichten, aus denen Trinkwasser gewonnen wird. Eine Beeinträchtigung des Grundwassers ist damit ausgeschlossen. Schon in der Planungsphase werden die Anlagen von Fachbehörden geprüft und später regelmäßig überwacht.
Seismik:
Die geologischen Verhältnisse in unserer Region sind stabil, das Risiko spürbarer Erschütterungen ist sehr gering.
Zur Sicherheit wird jede Bohrung durch ein seismologisches Überwachungssystem kontrolliert – unter Aufsicht des Bayerischen Erdbebendienstes und des Bergamts Südbayern. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.
Kommunikationsregeln im Ereignisfall
Die Kommunikationshoheit gegenüber der Öffentlichkeit liegt in Absprache zwischen Betreibern von Geothermieanlagen und Erdbebendienst beim Erdbebendienst Bayern. Die Zuordnung eines Ereignisses auf einen Claiminhaber und damit eine gegebenenfalls notwendige Festlegung eines Einwirkungsbereichs der Erschütterung obliegt der Bergbehörde basierend auf den wissenschaftlichen Daten und Auswertungen des zuständigen Erdbebendienstes. Auch die Aufhebung eines zuvor gegebenenfalls präventiv definierten Einwirkungsbereichs obliegt diesen Fachstellen.
Es ist wichtig, dass alle Wahrnehmungsmeldungen aus der Bevölkerung ausschließlich über das bereitgestellte Formular des Erdbebendienstes erfolgen. Dieses Formular ist international genormt und hilft, die Intensität des Ereignisses genau festzulegen. Das Formular finden Sie hier:
Erdbeben gefühlt? —
Erdbeben in Bayern (erdbeben-in-bayern.de)
Alle Betreiber tiefengeothermischer Anlagen sind ausreichend gegen Bergschäden versichert, um etwaig entstandene Schäden abzusichern.
Die Betriebe in kommunaler Hand (bspw. die AFK-Geothermie GmbH) sind hier in der Regel über die kommunale Haftpflichtversicherung in unbegrenzter Höhe abgesichert.