Zweite Tiefenbohrung: 
Der nächste Schritt 
in Richtung klimaneutrale Wärmeversorgung

Energie unter uns ASCHHEIM. FELDKIRCHEN. KIRCHHEIM

Die AFK-Geothermie GmbH plant für 2026 eine zweite Tiefenbohrung, um den Anteil erneuerbarer Energie im Wärmenetz deutlich zu erhöhen. Ziel ist es, künftig bis zu 95 % des Wärmebedarfs aus klimafreundlicher Geothermie zu decken und so den bisherigen Erdgasanteil in Spitzenlastzeiten weiter zu reduzieren. Mit der neuen Dublette können zudem bis zu 1.200 weitere Haushalte und Gewerbebetriebe an das Fernwärmenetz angeschlossen werden.

Die vorbereitenden Maßnahmen beginnen Anfang 2026, die Anbindung an das Wärmenetz ist für Mitte 2027 vorgesehen. Die Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim b. München investieren damit gezielt in eine nachhaltige und unabhängige Energiezukunft. Langfristig trägt die zweite Bohrung auch zur größeren Preisstabilität im Wärmenetz bei.

Energie aus der Erde – dauerhaft, regional und unabhängig.

Zweite Tiefenbohrung

Wie funktioniert Erdwärme

Erdwärme (Geothermie) nutzt die natürliche Wärme aus dem Inneren der Erde zur nachhaltigen Energiegewinnung. Schon wenige Meter unter der Oberfläche herrschen ganzjährig konstante Temperaturen, die zum Heizen, Kühlen und zur Warmwasserbereitung genutzt werden können. In größeren Tiefen steht sogar ausreichend Wärme zur Verfügung, um Fernwärme bereitzustellen oder Strom zu erzeugen.

Geothermie ist klimafreundlich, zuverlässig und unabhängig von Wetter und Tageszeit. Sie liefert erneuerbare Energie direkt vor Ort und leistet einen wichtigen Beitrag zu einer zukunftsfähigen, sicheren Wärmeversorgung.


 

Die 2. Bohrung

Der Verlauf der zweiten Geothermiebohrung

Die Grafik zeigt den geplanten Verlauf der zweiten Geothermiebohrung, die die erste Bohrung ergänzt und ein zentraler Bestandteil der nachhaltigen Wärmegewinnung ist.

Auch diese Bohrung beginnt senkrecht und wird ab einem definierten Punkt gezielt abgelenkt, um die heißen Tiefenwasserleiter im Untergrund optimal zu erschließen – räumlich getrennt, aber technisch auf die erste Bohrung abgestimmt.

Dargestellt sind wichtige Meilensteine wie geologische Zielhorizonte sowie Beginn und Ende der Ablenkung. Angegeben sind die gemessene Bohrlänge (MD) und die wahre vertikale Tiefe (TVD).

Gemeinsam ermöglichen beide Bohrungen den geschlossenen Kreislauf der Geothermieanlage: Förderung und Rückführung des Thermalwassers für eine dauerhaft stabile, nachhaltige Wärmeversorgung.

Die 1. Bohrung

 

Dokumentation

Hier finden Sie die neuesten Updates zur zweiten Bohrung

Die zweite Tiefengeothermie-Bohrung ist ein Meilenstein auf dem Weg zur klimaneutralen Wärmeversorgung. Verfolgen Sie hier die aktuellen Entwicklungen.

Transformationsprozess nimmt Fahrt auf: Infoveranstaltung zu zweiter Bohrung und Netzausbau

Die AFK-Geothermie GmbH befindet sich in einem umfassenden Transformationsprozess. Im Mittelpunkt stehen der konsequente Ausbau der erneuerbaren Wärmeversorgung, die Realisierung einer zweiten Geothermiebohrung sowie die Weiterentwicklung des Wärmenetzes. Am 5....

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Wieder Tätigkeit auf unserem Bohrplatz

Seit dem 11.02.2026 wird der künftige Bohrplatz (Am Claim 2 in Aschheim) umfassend untersucht. Dabei rücken Kampfmittel und archäologische Funde aus der Zeit der Kelten und Römer in den Fokus....

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Vorbereitungen zur zweiten Bohrung laufen

Auch im Oktober laufen die Arbeiten rund um unsere Energiezentrale auf Hochtouren. Die Vorbereitungen für die zweite Tiefengeothermiebohrung im Jahr 2026 schreiten planmäßig voran. Derzeit werden die seit dem Bau...

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xxx m Tiefe
Ottnang
Temperatur XX
Ablagerungszeitraum XX

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Tertiär
Ablagerungszeitraum: etwa 66 bis 2,6 Mio. Jahren vor heute

Das Tertiär bezeichnet einen geologischen Zeitraum, der vor etwa 66 Millionen Jahren begann und vor rund 2,6 Millionen Jahren endete. Es war geprägt von überwiegend warmen Klimabedingungen und der Ablagerung mächtiger Sedimente in Meeren, Seen und Flusssystemen. Diese Schichten bilden heute häufig den Untergrund unter den quartären Ablagerungen.

Quartär
bis etwa 20 bis 30 Meter
Ablagerungszeitraum 2,6 Mio. Jahre

Das Quartär umfasst die jüngsten geologischen Ablagerungen der Erde und begann vor rund 2,6 Millionen Jahren. Es ist geprägt durch wiederholte Eis- und Warmzeiten mit deutlichen Temperaturschwankungen. Während dieser Phasen entstanden lockere Sedimente wie Kies, Sand und Ton, die heute den oberflächennahen Untergrund und wichtige Grundwasser- und Wärmereservoirs bilden.

Geothermie-Bohrer:

Der Geothermie-Bohrer ist ein spezialisiertes Werkzeug, das für das Bohren von tiefen geothermischen Brunnen verwendet wird. Im Gegensatz zu herkömmlichen Bohrungen, die oft in weichere Schichten eindringen, muss der Geothermie-Bohrer eine Vielzahl unterschiedlicher geologischer Formationen durchdringen, von lockeren Sedimenten bis hin zu harten Gesteinen. Der Bohrer ist mit hochfesten Bohrkrönchen und speziellen Aufsätzen ausgestattet, die eine präzise und effiziente Arbeit auch in großen Tiefen ermöglichen. Geothermische Bohrer sind so konstruiert, dass sie die hohe Temperatur und den Druck in tiefen geothermischen Schichten standhalten, während sie gleichzeitig das eingesetzte Bohrfluid fördern, um die Bohrung zu kühlen und zu stabilisieren. In der Geothermie wird der Bohrer verwendet, um die Tiefe der geothermischen Ressourcen zu erreichen, oft in Bereichen, die mehr als 2.500 Meter unter der Erde liegen, und sorgt für die sichere Erschließung von Thermalwasser oder anderen geothermischen Energiequellen.

Thermalwasser
Aus über 2.500 m Tiefe
Temperatur ca. 80 bis 150 °C
Die AFK-Geothermie födert hier ca. 87 bis 90 °C.

Thermalwasser aus Tiefen von über 2.500 Metern wird durch geothermische Bohrungen erschlossen, die in geologischen Formationen große Mengen an hochtemperiertem Wasser aus tiefen Erdschichten fördern. In diesen Tiefen erreicht das Wasser Temperaturen zwischen 100 °C und 150 °C und mehr. Dieses Thermalwasser wird vor allem für geothermische Energiegewinnung genutzt, da es nicht nur Wärme speichert, sondern auch erhebliche Energiemengen liefert. Es spielt eine zentrale Rolle bei der nachhaltigen Energieversorgung für Stromerzeugung und industrielle Anwendungen.

Jura
1.500 m bis 3.000 m Tiefe
Temperatur ca. 80 bis 150 °C
Ablagerungszeitraum vor ca. 145 bis 161 Millionen Jahren

Die Jura-Schicht, die hauptsächlich aus Kalkstein und Dolomit besteht, wurde im Mesozoikum, insbesondere im Oberjura, vor etwa 145 bis 161 Millionen Jahren abgelagert. Diese Schicht befindet sich in Tiefen von etwa 1.500 bis 3.000 Metern und weist Temperaturen von etwa 90 bis 150 °C auf. Jura-Kalksteine und Dolomite sind nicht nur geothermisch aktiv, sondern auch stabil und haben eine ausgezeichnete thermische Leitfähigkeit, was sie zu einer sehr wichtigen geologischen Schicht für geothermische Energieprojekte macht.

Unteres Eger (Chatt)
ca. 800 m bis 1.500 m Tiefe
Temperatur 60 bis 80 °C
Ablagerungszeitraum vor ca. 23 bis 37 Millionen Jahren

Die Ablagerung des Unteren Egers (Chatt) erfolgte im Oligozän bis Miozän, vor etwa 23 bis 37 Millionen Jahren, in Tiefen von ca. 800 bis 1.500 Metern. In dieser Schicht liegen die Temperaturen bei etwa 60 bis 80 °C. Besonders die Tonmergel und die Bausteinschichten wirken als Abdichtung und verhindern, dass Wärme an die Oberfläche entweicht. Diese Schicht hat eine wichtige Rolle in der geothermischen Energieproduktion, da sie sowohl Wärme speichert als auch als Filter für Grundwasser dient.

Unteroligozän
ca. 1.000 m bis 1.500 m Tiefe
Temperatur 70 bis 90 °C
Ablagerungszeitraum vor ca. 30 bis 40 Millionen Jahren

Die Ablagerung des Unteren Egers (Chatt) erfolgte im Oligozän bis Miozän, vor etwa 23 bis 37 Millionen Jahren, in Tiefen von ca. 800 bis 1.500 Metern. In dieser Schicht liegen die Temperaturen bei etwa 60 bis 80 °C. Besonders die Tonmergel und die Bausteinschichten wirken als Abdichtung und verhindern, dass Wärme an die Oberfläche entweicht. Diese Schicht hat eine wichtige Rolle in der geothermischen Energieproduktion, da sie sowohl Wärme speichert als auch als Filter für Grundwasser dient.

Oberes Eger (Aquitan):
500 m bis 1.000 m Tiefe
Temperatur 40 bis 60 °C
Ablagerungszeitraum: ca. 37 bis 50 Millionen Jahre

Das Obere Eger wurde im Eozän (ca. 37 bis 50 Millionen Jahre) abgelagert und liegt in Tiefen von etwa 500 bis 1.000 Metern. Diese Schicht weist eine Temperatur von ca. 40 bis 60 °C auf. Der Nantesbuchsandstein und die Sand-Mergel-Folge bilden eine stabile Schicht, die sowohl als geologische Barriere als auch als Wärmequelle in geothermischen Anlagen dient. Aufgrund ihrer Struktur ist sie in geothermischen Bohrungen sehr effektiv.

Ottnang
150 m - 300 m Tiefe
Temperatur ca. 25–40 °C
Ablagerungszeitraum: Tertiär (Miozän, Ottnangium, ca. 18–17 Mio. Jahre vor heute)

Die Ottnang-Schicht ist etwa 150 bis 300 Meter tief und wurde im Tertiär abgelagert. Sie besteht aus einer Mischung aus Tonmergel, Sanden und feinkörnigen Materialien, die eine Temperatur von etwa 25 bis 40 °C in geothermischen Bohrungen erreichen können. Diese Schicht ist für ihre hohe mineralische Dichte bekannt, was sie für die geothermische Energiegewinnung relevant macht. Ihre Kapazität zur Speicherung und Zirkulation von Wasser ist für die Förderung von geothermischer Energie entscheidend.

Obere Süßwassermolasse

Die Obere Süßwassermolasse wurde während des Miozäns bis Pliozäns (ca. 5 bis 23 Millionen Jahre) abgelagert und bildet die oberste Schicht vieler geothermischer Bohrungen. In Tiefen von etwa 50 bis 200 Metern liegt sie häufig und hat eine niedrige Temperatur von etwa 10–20 °C. Diese Schicht enthält vorwiegend Süßwasser und ist eine wichtige Trinkwasserquelle. Ihre geothermische Bedeutung liegt in ihrer Rolle als Barriere, die das darunter liegende Wasser vor Verunreinigungen schützt.

Bohrturm in der Geothermie:

Der Bohrturm bei geothermischen Projekten ist in der Regel deutlich kleiner als die Türme, die bei Erdöl- oder Erdgasbohrungen zum Einsatz kommen. Geothermische Bohrungen benötigen aufgrund ihrer spezifischen Anforderungen und der in der Regel geringeren Bohrtiefe kleinere Anlagen. Der Bohrturm dient dazu, die Bohrung in die geologischen Schichten zu führen, wobei die Tiefe und Ausrichtung präzise kontrolliert werden müssen. In der Geothermie ist der Bohrturm so konzipiert, dass er die notwendige Stabilität und Präzision für den Bohrvorgang gewährleistet, ohne überdimensioniert zu sein. Moderne Bohrtechnik und spezialisierte Ausrüstungen ermöglichen eine effiziente und nachhaltige geothermische Energiegewinnung, ohne dass große, komplexe Turmanlagen erforderlich sind.

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At vero eos et